13 Monate weit, weit weg...
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TIEF einatmen, ausatmen...

Reizueberflutung!! Seit einer guten Woche bin ich jetzt in La Paz, dem etwa 4000m hohem Regierungssitz von Bolivien.

Ich bin hier in einer Gastfamilie untergebracht, in ein paar Tagen beginnt dann endlich (!!) mein Sprachkurs. Es kann naemlich ziemlich anstrengend sein, sich nicht so ausdruecken zu koennen, wie man es gern wuerde...

La Paz ist eine faszinierende Stadt!! Sie liegt wie in einem Kessel in den Anden, die ein atemberaubendes Bild bieten. Oberhalb von La Paz, dem Altiplano, liegt die Stadt El Alto. Insgesamt leben hier in La Paz (und El Alto) etwa zwo Millionen Menschen. Und das merkt man auch! Ich habe noch nie eine Stadt gesehen, in der ein solches Leben herrscht! Kein Wunder, dass hier die Luft so knapp ist: Menschenmassen, die reichlich Sauerstoff verbrauchen, dafuer aber wenig Gruenflaechen... Die Hoehe vertrag ich soweit ganz gut, auch wenn ich sehr (!!) viel schneller ausser Puste bin... Aber von der Hoehenkrankheit, die manchen Leuten ziemlich zu schaffen macht, hab ich hier noch nichts gemerkt. Und wenn, gibt es immernoch den Cocatee, der nicht nur gegen Hunger, sondern auch gegen die Hoehe hilft.

Und wie hier der Verkehr funktioniert, ist mir unbegreiflich: Regeln wie rechts vor links gibt es anscheinend nicht. Wer zuerst hupt, faehrt zuerst. Die Kunst ist es, als Fussgaenger den richtigen Moment, den richtigen Winkel, die entsprechenden Luecken zu erwischen. Aber es funktioniert irgendwie, so wie vieles hier in Bolivien...
28.8.06 22:17


"Weit ab von jeglicher Zivilisation..."

Nach den paar Tagen in Sucre bin ich mit einer Truppe von vier Mann (Christian, Christian, Joy und ich, alles Leute, die vier Wochen hier mit der Begegnungsreise unterwegs sind) aufs Land gefahren, um einige Internate zu besuchen.

Auf der Hinfahrt sind wir bestimmt 40 Mal mit unserem Jeep durch einen Fluss gefahren, der sich einige Mal durch unsere Strecke geschlaengelt hat.
Wir waren die letzten Tage viel unterwegs, haben in fuenf Internaten den Alltag naeher kennengelernt: Dort leben vor allen Dingen Kinder und Jugendliche vom Land, die sonst keine Moeglichkeit haetten, eine ordentliche Ausbildung zu erhalten. Die Kinder gehen in die Schule und in den Internaten wird Landwirtschaft betrieben zum Eigenbedarf und zum Verkauf, oder es werden handwerkliche Faehigkeiten erlernt. Der Tagesablauf in den Internaten ist ziemlich straff organisiert. Morgens ab sechs, halb sieben geht es an die Arbeit, dann werden Hausaufgaben gemacht, es wird gegessen, nachmittags geht es in die Schule, dann wieder Hausaufgaben, Essen, Schlafengehen... Naja, fuer uns gab es stattdessen einige Fiestas mit viel viel Musik und Tanz

Ich habe wirklich viel Neues, Interessantes gesehn, aber fuer mich waren wir zu viel unterwegs. Ich waere gern Mal laenger an einem Ort geblieben, um die Menschen naeher kennenzulernen. So war es ein staendiges Kommen und Gehen und lange Strecken in einer Art Jeep, der Camioneta. Aber wenn man hinten auf der Ladeflaeche einen Sternenhimmel sehen kann, wie ich ihn in Deutschland noch nie gesehen habe, so entschaedigt einen das fuer einige Knochenschmerzen durch das Geruckel auf den ungeteerten Wegen...
13.8.06 20:48


Zwischenstopp in Sucre...

Ich bin wieder gut in Sucre gelandet und die Flotafahrt war halb so wild... Allein unterwegs habe ich besonders stark gemerkt, dass ich als Weisse genauestens beobachtet werde, vor allen Dingen auf dem Land ist das ja etwas "Exotisches". Aber das ist sicherlich auch eine Erfahrung, die es Wert ist, das man sie macht: Das Fremdsein.

Sucre ist eine sehr sehr schoene Stadt. Man merkt an den riesigen weissen Gebaeuden den Einfluss des Kolonialstils der Spanier. Und auch sonst ist Sucre der ideale Ort, um sich mal wieder ein Stueck weit naeher an Europa zu fuehlen. HIER kann ich ueber die Strasse gehen, ohne als Gringo eine "Attraktion" zu sein, hier gibt es Spaghetti Bolognese, deutsche Schokolade (!!), Irish Pubs... Das kann auch mal ganz gut tun!
7.8.06 20:31


Reinschnuppern in meinem Projekt in Tarija...

Nach 17 Stunden Flota-Fahrt (Busfahrt) durch eine atemberaubende Landschaft bin ich letzten Samstag mit Max, meinem Vorgaenger, in meinem Projekt angekommen, um schonmal fuer eine Woche einen Einblick zu bekommen...
Mitterweile hab ich schon einige nette Bolivianer kennenlernen duerfen, auch wenn die Verstaendigung fast nur ueber Haende und Fuesse funktioniert. Aber ich verstehe schon mehr als vor einer Woche, nur am Sprechen haengts noch gewaltig! Gestern war ich das erste mal im Comedor, dem Speisesaal fuer Kinder aus armen Familien. Unglaublich, wie anhaenglich und dankbar Kinder sein koennen!!
Das wars erstmal aus Tarija, am Freitag fahr ich nach Sucre um wieder an der Begegnungsreise teilzunehmen. Meine erste Fahrt allein als "Gringo" (so nennen sie die Weissen hier) in der Flota. Mal sehen, ob ich da ankomme, wo ich hinmoechte... Einige kennen ja vielleicht meinen Orientierungssinn bei Busfahrten...
3.8.06 00:25


Endich in Cochabamba!!

Endlich - nach nur 7 Stunden Verspaetung - bin ich in Cochabamba, wo das Einfuehrungsseminar stattfindet, angekommen. Mein Gepaeck mittlerweile auch... nach einigen Umwegen. Ich habe schon so viele Eindruecke (u.a. auch was den bolivianischen Zeitbegriff betrifft) gesammelt, dass ich mich noch ein bisschen wie in "Trance" fuehle. Hier ist es komplett ANDERS, aber auf eine Art und Weise, die es mir sicherlich nicht zu schwer macht, mich hier wohl zu fuehlen.
26.7.06 04:06


Abflug...

Nach einer ziemlich unruhigen Nacht ist es jetzt endlich soweit!
Schön, dass ich über Madrid fliege und gestern erfahren habe, dass meine Fluggesellschaft in Spanien streikt... Aber so ein "Einstiegsabenteuer" kann ja ganz spannend sein.
23.7.06 06:56


Ich zähle schon die Stunden...

Seit heute Morgen rebelliert mein Bauch... Dass bei mir Aufregung durch den Magen geht, weiß ich, aber das hier ist ein ganz seltsames, unbekanntes Gefühl. Wahrscheinlich realisiere ich morgen Abend am Flughafen erst richtig, was hier vor sich geht...
22.7.06 11:35


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